Anbieter-AGB (B2B) – fyddr AG | April 2026

§ 1 Geltungsbereich, Parteien, Rangfolge

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Anbieter ("B2B-AGB") regeln die Rechtsbeziehung zwischen der fyddr AG ("Plattformbetreiber") und gewerblichen Anbietern, Studios, Trainern, Vereinen und sonstigen Unternehmern i.S.d. § 14 BGB ("Anbieter").

(2) Diese B2B-AGB gelten für sämtliche Leistungen des Plattformbetreibers im Zusammenhang mit der Plattform (Web, Apps, Anbieter-Dashboard, Buchungs-, Zahlungs-, Kommunikations- und Community-Funktionen).

(3) Individuelle Vereinbarungen (z. B. Partner-/Rahmenverträge, Preisblätter, Leistungsbeschreibungen) gehen diesen B2B-AGB im Kollisionsfall vor. Allgemeine Geschäftsbedingungen des Anbieters finden keine Anwendung, es sei denn, der Plattformbetreiber stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

(4) Für Verbraucher gelten gesonderte Bedingungen (B2C). Diese B2B-AGB adressieren ausschließlich die Anbieterbeziehung.

§ 2 Begriffsbestimmungen

·       "Plattform": die Web- und App-Angebote der fyddr AG einschließlich Anbieter-Dashboard und Schnittstellen (API),

·       "Angebote": vom Anbieter eingestellte Leistungen (z. B. Kurse, Trainings, Events, Zeitfenster),
·       "Teilnehmer": natürliche Personen, die Angebote buchen und in Anspruch nehmen,
·       "Zahlungsdienstleister": externe Payment-Provider, insbesondere Stripe (Stripe Connect Standard),
·       "Provision": transaktionsabhängige Plattformgebühr je Buchung/Zahlung,
·       "Monatsbeitrag": wiederkehrendes Entgelt für die Nutzung bestimmter Plattformfunktionen/Tarife.

§ 3 Vertragsgegenstand und Rolle des Plattformbetreibers

(1) Vertragsgegenstand ist die Bereitstellung der technischen Infrastruktur, über die der Anbieter Angebote veröffentlichen, verwalten, buchbar machen, Zahlungen abwickeln und mit Teilnehmern kommunizieren kann.

(2) Der Plattformbetreiber wird grundsätzlich nicht Vertragspartner der zwischen Anbieter und Teilnehmer geschlossenen Verträge über die Erbringung der Angebote, sofern ein Angebot nicht ausdrücklich als Eigenangebot des Plattformbetreibers gekennzeichnet ist.

(3) Ein bestimmter Vermittlungs- oder Buchungserfolg ist nicht geschuldet. Der Anbieter ist für Inhalt, rechtliche Ausgestaltung, Durchführung, Qualität und Sicherheit seiner Angebote allein verantwortlich.

§ 4 Registrierung, Onboarding, Verifizierung, Zugangsdaten

(1) Der Anbieter macht vollständige und zutreffende Angaben (insb. Firma/Rechtsform, Anschrift, Vertretungsberechtigte, USt-IdNr., Kontaktdaten, Bankverbindung). Änderungen sind unverzüglich zu aktualisieren.

(2) Der Plattformbetreiber kann den Zugang von Prüfungen abhängig machen (z. B. Identitäts-/Risikoprüfung, Nachweise wie Gewerbeanmeldung, Qualifikationen, Versicherungsnachweise) und den Zugang nach sachgerechtem Ermessen verweigern oder beschränken, sofern rechtliche, sicherheits- oder reputationsbezogene Gründe dies erfordern.

(3) Zugangsdaten sind geheim zu halten. Der Anbieter haftet für Handlungen, die unter seinen Zugängen erfolgen, es sei denn, ihn trifft kein Verschulden.

§ 5 Angebote, Inhalte, Informationspflichten des Anbieters

(1) Der Anbieter pflegt Angebote eigenverantwortlich (Titel, Beschreibung, Ort/Online, Zeit, Kapazitäten, Preise, Steuern, Voraussetzungen, Sicherheits- und Gesundheitshinweise). Angaben müssen klar, nicht irreführend und aktuell sein.

(2) Gesetzliche und vertragliche Pflichtinformationen sind rechtzeitig, deutlich und verständlich bereitzustellen (z. B. Endpreise inkl. Umsatzsteuer, Storno-/Umbuchungsbedingungen, Teilnahmevoraussetzungen, Altersbeschränkungen, Sicherheitsregeln).

(3) Der Anbieter trägt das Risiko fehlerhafter, verspäteter oder unvollständiger Angaben und stellt den Plattformbetreiber von daraus resultierenden Ansprüchen Dritter (insb. Teilnehmer) auf erstes Anfordern frei; dies umfasst angemessene Rechtsverteidigungskosten.

§ 6 Buchungen, Vertragsschluss, Kommunikation

(1) Buchungen erfolgen über die Plattform. Je nach Konfiguration kommt der Vertrag zwischen Anbieter und Teilnehmer durch Annahme des Anbieters oder automatisiert durch Systembestätigung zustande.

(2) Der Anbieter ist an bestätigte Buchungen gebunden und informiert Teilnehmer bei Änderungen, Ausfällen oder wesentlichen Abweichungen unverzüglich über die Plattform (z. B. E-Mail, Push), in klarer und nachweisbarer Form.

(3) Der Anbieter beantwortet Teilnehmeranfragen innerhalb angemessener Fristen. Es werden keine festen Reaktions- oder Lösungszeiten (SLA) geschuldet, sofern nicht ausdrücklich individuell vereinbart.

§ 7 Stornierungen, Umbuchungen, No-Show, Erstattungen

(1) Der Anbieter definiert transparente Storno- und Umbuchungsbedingungen (Fristen, Gebühren, Erstattungen) pro Angebot. Der Anbieter stellt sicher, dass diese Bedingungen gegenüber Teilnehmern wirksam einbezogen werden und geltendes Recht einhalten.

(2) Bei Anbieter-Absage erfolgt Rückerstattung oder ein zumutbares Ersatzangebot; weitergehende gesetzliche Ansprüche der Teilnehmer bleiben unberührt.

(3) No-Show-Regeln (z. B. pauschaler Kostenersatz) sind zulässig, wenn vorab klar kommuniziert und verhältnismäßig.

(4) Soweit der Plattformbetreiber aufgrund von Teilnehmeransprüchen (z. B. Rückerstattungen/Chargebacks) Beträge an Teilnehmer auszahlt oder Zahlungsdienstleister belastet werden, kann der Plattformbetreiber entsprechende Beträge mit Auszahlungsansprüchen des Anbieters verrechnen oder zurückfordern.

§ 8 Preise, Steuern, Rechnungsstellung

(1) Anbieterpreise gegenüber Teilnehmern sind als Endpreise inkl. gesetzlicher Umsatzsteuer anzugeben, soweit anwendbar. Der Anbieter ist für die korrekte steuerliche Behandlung seiner Leistungen verantwortlich (z. B. USt, Reverse-Charge, Rechnungsmerkmale).

(2) Plattformgebühren (Provision und Monatsbeitrag) werden einschließlich der jeweils gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer berechnet, sofern nicht im Preisblatt/Tarif ausdrücklich abweichend ausgewiesen.

(3) Rechnungsstellung:

·       a) Rechnungen an Teilnehmer über die vom Anbieter erbrachten Leistungen können – je nach Konfiguration – entweder durch den Anbieter selbst oder über eine von der Plattform bereitgestellte Rechnungsfunktion erstellt und bereitgestellt werden.
·       b) Unabhängig vom technischen Ausstellungsweg bleibt der Anbieter inhaltlich verantwortlich für die Richtigkeit der Leistungsbeschreibung, Steuersätze, Pflichtangaben und die Einhaltung steuerlicher Vorgaben.
·       c) Rechnungen über Plattformgebühren (Monatsbeitrag/Provision) werden durch den Plattformbetreiber an den Anbieter gestellt (B2B).

(4) Preisänderungen wirken nur für zukünftige Buchungen und sind vorab zu veröffentlichen.

§ 9 Zahlungsabwicklung über Stripe Connect Standard, Auszahlungen, Rückbelastungen

(1) Zur Zahlungsabwicklung nutzt der Plattformbetreiber Stripe Connect Standard. Der Anbieter ist verpflichtet, ein Stripe-Konto zu verbinden bzw. anzulegen und die von Stripe geforderten KYC-/Compliance-Angaben bereitzustellen. Ohne erfolgreiche Verifizierung bei Stripe kann die Plattform die Zahlungsabwicklung und Auszahlungen ganz oder teilweise sperren.

(2) Zahlungen der Teilnehmer werden über Stripe verarbeitet und dem Anbieter – abzüglich der vereinbarten Plattformgebühren sowie ggf. Stripe-Gebühren/Netzgebühren – ausbezahlt. Es gelten ergänzend die Bedingungen von Stripe.

(3) Der Anbieter bevollmächtigt den Plattformbetreiber, soweit erforderlich, Plattformgebühren (Provision/Monatsbeitrag) einzuziehen, zu verrechnen oder bei der Auszahlung einzubehalten. Soweit zur Zahlungsabwicklung erforderlich, kann der Plattformbetreiber Zahlungen im Namen und für Rechnung des Anbieters einziehen (Inkassovollmacht).

(4) Auszahlungsplan: Auszahlungen an den Anbieter erfolgen grundsätzlich monatlich (z. B. jeweils für den Vormonat) gemäß dem im Dashboard ausgewiesenen Auszahlungsplan. Gesetzliche/vertragliche Einbehalte, Rückbelastungen sowie Reserven gemäß Abs. 6 bleiben unberührt.

(5) Einwendungen gegen Abrechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Zugang in Textform zu erheben; andernfalls gelten sie als genehmigt, sofern der Plattformbetreiber auf diese Folge in der Abrechnung hinweist.

(6) Rücklastschriften/Chargebacks/Disputes können zu Verrechnung, Einbehalt oder Rückforderung bereits ausgezahlter Beträge führen. Der Anbieter kooperiert bei der Klärung (z. B. Bereitstellung von Leistungsnachweisen, Teilnahmebestätigungen, AGB-/Stornoregeln).

(7) Risikoreserven/Einbehalte: Der Plattformbetreiber kann bei erhöhtem Risiko (z. B. ungewöhnliche Chargeback-Quote, Verdacht auf Betrug, neue Anbieter ohne Historie) angemessene Reserven/Einbehalte bilden oder Auszahlungen verzögern, soweit dies zur Absicherung von Rückbelastungsrisiken erforderlich ist; der Anbieter wird über Grund und Umfang informiert.

§ 10 Plattformgebühren (Provision & Monatsbeitrag), Fälligkeit, Anpassungen

(1) Für die Nutzung der Plattform fallen (a) ein monatlicher Beitrag (Monatsbeitrag) und (b) eine transaktionsbezogene Provision je Buchung/Zahlung an. Die konkrete Höhe ergibt sich aus dem bei Vertragsschluss gültigen Tarif/Preisblatt im Anbieter-Dashboard oder einem Partnervertrag.

(2) Monatsbeiträge sind im Voraus fällig, soweit im Tarif/Preisblatt nichts Abweichendes ausgewiesen ist. Provisionen werden im Zusammenhang mit der jeweiligen Transaktion fällig und in der Regel automatisch einbehalten/verrechnet.

(3) Sämtliche Plattformgebühren verstehen sich inklusive der jeweils gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern nicht anders ausgewiesen.

(4) Der Plattformbetreiber ist berechtigt, Entgelte mit angemessener Frist (mind. 6 Wochen) für die Zukunft anzupassen. Der Anbieter kann bis zum Inkrafttreten außerordentlich kündigen, sofern die Anpassung für ihn unzumutbar ist.

(5) Gebühren von Zahlungsdienstleistern (z. B. Stripe) sowie gesetzliche Steuern können zusätzlich anfallen und werden – soweit zulässig – transparent ausgewiesen bzw. weiterbelastet.

§ 11 Umgehungsverbot, Kundenschutz (Anti-Circumvention)

(1) Soweit der Plattformbetreiber dem Anbieter Teilnehmerdaten ausschließlich zur Vertragsdurchführung bereitstellt, darf der Anbieter diese Daten nicht verwenden, um Plattformgebühren systematisch zu umgehen (z. B. gezielte Verlagerung von über die Plattform generierten Buchungen außerhalb der Plattform).

(2) Zulässig bleiben eigenständige Geschäftsbeziehungen, die ohne Nutzung der Plattform angebahnt wurden oder bei denen der Teilnehmer den Anbieter unabhängig kontaktiert; zwingende gesetzliche Pflichten des Anbieters bleiben unberührt.

§ 12 Bewertungen, Ranking, Reputationsschutz

(1) Teilnehmer können Leistungen bewerten. Der Plattformbetreiber darf Bewertungen moderieren und offenkundig manipulative, rechtswidrige oder beleidigende Inhalte entfernen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung bestimmter Bewertungen besteht nicht.

(2) Anbieter dürfen Bewertungen nicht kaufen, fingieren oder unlauter beeinflussen; Incentives müssen transparent und rechtlich zulässig sein.

§ 13 Inhalte, Schutzrechte, Lizenzen, Referenznennung

(1) Der Anbieter räumt dem Plattformbetreiber ein einfaches, nicht-exklusives, weltweit gültiges, für die Vertragslaufzeit eingeräumtes Nutzungsrecht an bereitgestellten Inhalten (Texte, Bilder, Logos, Marken) ein, soweit dies zur Darstellung, Vermarktung, Indexierung, Such- und Empfehlungsfunktionen sowie zur Bewerbung der Plattform erforderlich ist.

(2) Der Anbieter gewährleistet, dass er über die erforderlichen Rechte verfügt und keine Rechte Dritter verletzt. Er stellt den Plattformbetreiber von entsprechenden Ansprüchen Dritter frei.

(3) Der Plattformbetreiber darf Inhalte technisch bearbeiten (z. B. Formatierung, Kürzung, Thumbnail-Erstellung), soweit der Sinn nicht entstellt wird und dies zweckdienlich oder rechtlich erforderlich ist.

(4) Der Plattformbetreiber darf den Anbieter – widerruflich – als Referenz (Name/Logo) in einer Kundenliste nennen, sofern der Anbieter dem nicht in Textform widerspricht.

§ 14 Datenschutz, Datenverarbeitung, Vertraulichkeit

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten der Teilnehmer grundsätzlich eigenverantwortlich als Verantwortlicher i.S.d. Art. 4 Nr. 7 DSGVO. Er erfüllt seine Informationspflichten gegenüber Teilnehmern und stellt die Rechtmäßigkeit seiner Verarbeitung sicher.

(2) Soweit der Plattformbetreiber personenbezogene Daten im Auftrag des Anbieters verarbeitet, schließen die Parteien vorab einen Auftragsverarbeitungsvertrag (Art. 28 DSGVO). Ohne AVV erfolgt keine Auftragsverarbeitung.

(3) Beide Parteien wahren die Vertraulichkeit nicht offenkundiger Informationen und Geschäftsgeheimnisse. Weitergehende Vertraulichkeitsvereinbarungen bleiben unberührt.

§ 15 Technische Nutzung, Verfügbarkeit, API, Fair Use

(1) Untersagt sind insbesondere: Umgehung von Sicherheitsmechanismen, Reverse Engineering, Scraping, Massendownloads, Überlastungsangriffe sowie jede missbräuchliche Nutzung der Plattform/der API.

(2) Der Plattformbetreiber kann Rate Limits/Quoten festlegen. Bei Überschreitung oder Missbrauch ist eine Sperre zulässig.

(3) Wartungsfenster werden nach Möglichkeit rechtzeitig angekündigt. Der Plattformbetreiber bemüht sich um branchenübliche Verfügbarkeit; verbindliche SLA/Uptime-Werte gelten nur, wenn ausdrücklich vereinbart.

§ 16 Gewährleistung, Support

(1) Für unentgeltliche Leistungen gilt: Der Plattformbetreiber leistet nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Für entgeltliche Leistungen bleiben gesetzliche Gewährleistungsrechte unberührt, soweit nicht wirksam eingeschränkt.

(2) Der Plattformbetreiber bietet Support über die im Dashboard angegebenen Kanäle an. Es werden keine festen Reaktions- oder Lösungszeiten geschuldet, sofern nicht ausdrücklich individuell vereinbart.

§ 17 Compliance, Pflichten des Anbieters

(1) Der Anbieter hält alle anwendbaren Gesetze und Branchenstandards ein (u. a. Gewerbe-, Steuer-, Wettbewerbs-, Jugend- und Gesundheitsrecht) und verfügt über erforderliche Genehmigungen/Versicherungen.

(2) Bestechung, Korruption, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Sanktionsverstöße sind untersagt. Der Anbieter teilt wesentliche Veränderungen (z. B. Eigentümerstruktur, Insolvenz, behördliche Verfahren) unverzüglich mit.

(3) Der Anbieter stellt sicher, dass er über die Plattform keine besonderen Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 DSGVO) verarbeitet, sofern keine ausdrückliche Rechtsgrundlage und geeignete Schutzmaßnahmen vorliegen.

§ 18 Laufzeit, Kündigung, Sperrung, Folgen der Beendigung

(1) Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von jeder Partei mit Frist von 30 Tagen zum Monatsende gekündigt werden, sofern nichts Abweichendes vereinbart ist.

(2) Ein außerordentliches Kündigungsrecht besteht insbesondere bei wiederholten erheblichen Vertragsverstößen, Zahlungsverzug, unrichtigen Angaben, Sicherheits- oder Reputationsrisiken, Missbrauch der Plattform oder rechtswidrigen Inhalten.

(3) Der Plattformbetreiber darf Angebote vorläufig sperren, Inhalte entfernen oder den Zugang beschränken, wenn gewichtige Anhaltspunkte für Rechtsverstöße oder erhebliche Risiken bestehen; der Anbieter wird hierüber informiert, soweit dies rechtlich möglich ist.

(4) Nach Vertragsende wird der Plattformbetreiber dem Anbieter – auf Anfrage und soweit technisch möglich – einen Export der vom Anbieter eingestellten Angebotsstammdaten bereitstellen. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten bleiben unberührt.

§ 19 Haftung

(1) Der Plattformbetreiber haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.

(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Plattformbetreiber nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und der Höhe nach begrenzt auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden.

(3) Für Pflichtverletzungen des Anbieters gegenüber Teilnehmern, insbesondere für die Durchführung der Angebote, deren Sicherheit, Inhalte und Erfüllung gesetzlicher Pflichten, haftet ausschließlich der Anbieter.

(4) Für Datenverluste haftet der Plattformbetreiber nur in dem Umfang, der auch bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Anbieter angefallen wäre.

§ 20 Freistellung

Der Anbieter stellt den Plattformbetreiber von sämtlichen Ansprüchen Dritter (insb. Teilnehmer, Behörden, Rechteinhaber) frei, die aufgrund von Angeboten, Inhalten oder Pflichtverletzungen des Anbieters gegen den Plattformbetreiber geltend gemacht werden, einschließlich angemessener Rechtsverteidigungskosten.

§ 21 Abtretung, Aufrechnung, Zurückbehaltung

(1) Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag dürfen ohne vorherige Zustimmung der jeweils anderen Partei nicht abgetreten werden; § 354a HGB bleibt unberührt.

(2) Der Anbieter darf nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht besteht nur hinsichtlich Gegenansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis.

§ 22 Höhere Gewalt

(1) Keine Partei haftet für die Nichterfüllung, soweit diese auf Ereignisse höherer Gewalt zurückzuführen ist (z. B. Naturkatastrophen, Krieg, Streik, Pandemien, behördliche Anordnungen, flächendeckende Infrastrukturausfälle). Die betroffene Partei informiert die andere unverzüglich.

(2) Dauert die Störung länger als 60 Tage an, sind beide Parteien berechtigt, den Vertrag außerordentlich zu kündigen.

§ 23 Änderungen dieser B2B-AGB

(1) Der Plattformbetreiber kann diese B2B-AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn sachliche Gründe (rechtliche, technische, wirtschaftliche) dies erfordern und die Änderungen zumutbar sind.

(2) Änderungen werden mindestens 6 Wochen vor Inkrafttreten in Textform angekündigt. Widerspricht der Anbieter fristgerecht, kann jede Partei den Vertrag zum Änderungsstichtag kündigen.

§ 24 Rechtswahl, Gerichtsstand, Schlussbestimmungen

(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ist der Anbieter Kaufmann, ist ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz des Plattformbetreibers.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen unberührt.

(4) Mitteilungen nach diesen B2B-AGB erfolgen in Textform (z. B. E-Mail, Dashboard-Nachricht), soweit nicht zwingend eine strengere Form vorgeschrieben ist.

Anlage 1 – Parameter (festgelegt)

·       Gebührenmodell: Provision je Transaktion + monatlicher Beitrag; jeweils inkl. USt.
·       Support/SLA: keine garantierten Reaktions- oder Lösungszeiten, sofern nicht individuell vereinbart.
·       Rechnungsfunktion: Plattformrechnungen und Anbieterrechnungen (je nach Konfiguration); Anbieter bleibt für die inhaltliche Richtigkeit seiner Leistungsrechnungen verantwortlich.
·       Zahlungssetup: Stripe Connect Standard.
·       Auszahlungsplan: monatlich.

Allgemeine Geschäftsbedingungen (B2C) – Endkunden | April 2026

 

Plattformbetreiber: fyddr AG
Ludwig-Ganghofer-Straße 46
82031 Grünwald
Deutschland
E-Mail: contact@fyddr.com
Web: https://fyddr.com

1. Geltungsbereich und Begriffe

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen ("AGB") gelten für alle Verträge zwischen fyddr AG ("fyddr", "wir") und Kundinnen/Kunden, die Verbraucher im Sinne von § 13 BGB sind ("Nutzer").

(2) Diese AGB gelten für die Nutzung der digitalen Plattform von fyddr unter https://fyddr.com einschließlich der dazugehörigen Websites, Web-App und Mobile Apps (iOS/Android) (zusammen "Plattform").

(3) Über die Plattform können Sportangebote (z. B. Kurse, Trainings, Events, Online-Live-Kurse, Video-on-Demand, digitale Inhalte) gefunden, gebucht oder genutzt werden ("Sportangebote").

·       "Anbieter": unabhängige Dritte (z. B. Studios, Trainer, Vereine), die Sportangebote in eigener Verantwortung anbieten und erbringen,
·       "Fremdangebot": Sportangebot eines Anbieters,
·       "Eigenangebot": Sportangebot, das ausdrücklich als Angebot von fyddr gekennzeichnet ist. Eigenangebote stellen eine seltene Ausnahme dar; im Regelfall handelt es sich um Fremdangebote,
·       "Plattformvertrag": Vertrag zwischen Nutzer und fyddr über die Nutzung der Plattform (z. B. Nutzerkonto, Mitgliedschaft/Abonnement, Zugang zu digitalen Funktionen),
·       "Sportangebotsvertrag": Vertrag zwischen Nutzer und Anbieter (oder bei Eigenangeboten zwischen Nutzer und fyddr) über die Durchführung eines konkreten Sportangebots.

2. Vertragskonstellation (Zweitvertrags-Logik)

(1) Plattformvertrag: Für die Bereitstellung und Nutzung der Plattformfunktionen (einschließlich Nutzerkonto, Verwaltung von Buchungen, ggf. Mitgliedschaft/Abonnement und Zugang zu digitalen Funktionen) kommt – je nach Nutzung – ein Vertrag zwischen dir und fyddr zustande.



 

(2) Sportangebotsvertrag:

·       a) Regelfall – Fremdangebote: Bei Fremdangeboten kommt der Vertrag über das jeweilige Sportangebot ausschließlich zwischen dir und dem jeweiligen Anbieter zustande. fyddr wird nicht Vertragspartner für die Leistungserbringung des Sportangebots. Für Fremdangebote gelten die Teilnahmebedingungen, Storno‑/Umbuchungsregeln … des jeweiligen Anbieters

·       b) Ausnahme – Eigenangebote: Bei ausdrücklich als Eigenangebot gekennzeichneten Angeboten kommt der Sportangebotsvertrag zwischen dir und fyddr zustande.

(3) Anbieter sind weder Erfüllungsgehilfen noch Vertreter von fyddr; fyddr ist weder Erfüllungsgehilfe noch Vertreter der Anbieter. Rechte und Ansprüche aus dem Sportangebotsvertrag (z. B. Mängel, Rückerstattung, Schadensersatz) sind grundsätzlich gegenüber dem jeweiligen Anbieter geltend zu machen, soweit es sich um ein Fremdangebot handelt.

(4) fyddr wird nicht Vertragspartner für die Leistungserbringung.

3. Registrierung, Nutzerkonto, Mindestalter

(1) Für Buchungen, Check-ins, den Zugriff auf digitale Inhalte sowie Community-Funktionen ist in der Regel ein Nutzerkonto erforderlich. Du musst bei der Registrierung vollständige und zutreffende Angaben machen und diese aktuell halten.

(2) Mindestalter/Vertragsschluss: Ein Plattformvertrag und/oder ein Sportangebotsvertrag kann nur mit volljährigen Personen geschlossen werden. Die Nutzung der Plattform (einschließlich Erstellung eines Nutzerkontos) ist daher nur Personen ab 18 Jahren gestattet. Erziehungsberechtigte Personen können jedoch minderjährige Personen ab 14 Jahren über Ihr Nutzerkonto als Gäste zu den Sportangeboten einladen, sofern der Sportanbieter dies zulässt.

(3) Zugangsdaten: Du bist für die Geheimhaltung deiner Zugangsdaten verantwortlich. Informiere uns unverzüglich bei Verdacht auf Missbrauch. Wir können zur Missbrauchsabwehr angemessene Maßnahmen ergreifen (z. B. Passwort-Reset, vorübergehende Sperre).

4. Leistungen von fyddr, Test-/Probeangebote

(1) fyddr stellt die Plattform zur Verfügung und bemüht sich um ein vielfältiges Angebot an Sportangeboten. Ein Anspruch auf bestimmte Sportangebote, eine Mindestanzahl, bestimmte Orte/Zeiten oder eine bestimmte Qualität/Verfügbarkeit besteht nicht.

(2) Probeangebote: fyddr kann zeitlich begrenzte kostenlose oder vergünstigte Probezugänge anbieten. Umfang, Dauer und ggf. automatische Umstellung auf ein kostenpflichtiges Abonnement ergeben sich aus der jeweiligen Darstellung im Bestellprozess.

(3) Wartung/Weiterentwicklung: fyddr kann die Plattform fortentwickeln (z. B. Updates, neue Funktionen), soweit dies die vertraglich geschuldete Nutzbarkeit nicht wesentlich beeinträchtigt oder zwingende Gründe (Sicherheit, Recht, Technik) dies erfordern.

5. Buchung, Check-in, Storno/No-Show bei Fremdangeboten

(1) Buchungen erfolgen über die Plattform. Je nach Angebot erfolgt eine Reservierung im Voraus oder ein Check-in vor Ort/online. Mit Buchungsbestätigung bzw. Check-in kommt der Sportangebotsvertrag zustande (bei Fremdangeboten: mit dem Anbieter; bei Eigenangeboten: mit fyddr).

(2) Bedingungen des Anbieters: Für Fremdangebote gelten die Teilnahmebedingungen, Storno-/Umbuchungsregeln und No-Show-Regeln des jeweiligen Anbieters. Diese werden dir vor Vertragsschluss angezeigt oder bereitgestellt. Sofern ein Anbieter keine eigenen Teilnahmebedingungen verwendet, gelten hilfsweise die von fyrddr bereitgestellten Mindest-Teilnahmebedingungen, die in diesem Fall Bestandteil des Vertrags zwischen dir und dem Anbieter werden.

(3) No-Show/Fees: Wenn du eine bestätigte Buchung nicht fristgerecht stornierst und nicht erscheinst, kann der Anbieter dir nach seinen Bedingungen Gebühren oder pauschalierten Schadensersatz berechnen. Soweit fyddr technisch beim Einzug/bei der Verrechnung unterstützt, handelt fyddr als technischer Dienstleister/Inkassostelle im Auftrag des Anbieters.

(4) Kommunikation: Änderungen/Ausfälle eines Fremdangebots erfolgen durch den Anbieter; fyddr kann Mitteilungen weiterleiten, ist hierzu aber nicht verpflichtet.

6. Digitale Inhalte, Online-Kurse und Nutzungsrechte

(1) Sportangebote können als Präsenzangebot, Livestream und/oder Video-on-Demand/digitaler Inhalt bereitgestellt werden. Für die Nutzung sind eine geeignete technische Ausstattung und Internetverbindung erforderlich.

(2) Nutzungsrechte: Du erhältst – soweit nicht anders angegeben – ein einfaches, nicht übertragbares Recht, digitale Inhalte/Online-Kurse ausschließlich für private Zwecke zu nutzen. Das Anfertigen von Video-/Audioaufzeichnungen (insbesondere von Livestreams) sowie Weitergabe/öffentliche Wiedergabe ist untersagt, soweit nicht ausdrücklich erlaubt.



 

7. Preise und Zahlungsabwicklung (Stripe sowie Apple/Google In-App Purchases)

(1) Entgelte für Plattformleistungen (z. B. Mitgliedschaft/Abonnement, Premium-Funktionen, digitale Inhalte, sofern von fyddr angeboten) werden im Bestellprozess angezeigt und verstehen sich inkl. gesetzlicher Umsatzsteuer, sofern nicht anders ausgewiesen.

(2) fyddr übernimmt keine Verantwortung für die inhaltliche Richtigkeit von Forderungen des Anbieters oder die Rückabwicklung von Zahlungen aus Fremdangeboten, soweit gesetzlich zulässig.

(3) Zahlungswege:

·       a) Stripe (Web/Direct Payments): Zahlungen an fyddr über externe Zahlungsdienstleister (insb. Stripe) – z. B. bei Web-Abonnements.

·       b) In-App Purchases (Apple App Store / Google Play): Käufe innerhalb der iOS-/Android-App werden – sofern angeboten – über das jeweilige In-App-Kaufsystem des Stores abgewickelt.

7.1 Stripe-Zahlungen

(1) Bei Stripe-Zahlungen werden die für die Zahlungsabwicklung erforderlichen Daten an den Zahlungsdienstleister übermittelt. Es gelten ergänzend die Bedingungen des Zahlungsdienstleisters.

(2) Wiederkehrende Zahlungen: Bei Abonnements erfolgt die Abrechnung wiederkehrend bis zur Kündigung. Die Laufzeit und Kündigungsfrist ergeben sich aus dem jeweiligen Tarif im Bestellprozess (siehe Ziffer 9).

7.2 Apple App Store / Google Play (In-App Purchases)

(1) Bei In-App-Käufen erfolgt die Zahlungsabwicklung ausschließlich über Apple bzw. Google. Vertragspartner für die Zahlungsabwicklung ist der jeweilige Store-Anbieter. fyddr erhält keine vollständigen Zahlungsdaten (z. B. Karten- oder Kontodaten).

(2) Verwaltung/Kündigung/Erstattung: Abonnements (Verlängerung/Kündigung) und Erstattungen werden über die Einstellungen des jeweiligen Stores verwaltet. Bitte nutze hierfür die Store-Funktionen.

(3) Freischaltung/Entitlements: fyddr verarbeitet lediglich die zur Bereitstellung erforderlichen Informationen (z. B. Produkt-ID, Kaufstatus, Zeitpunkt) und ggf. Informationen zur Wiederherstellung/Verifikation von Käufen.

8. Widerrufsrecht (Plattformvertrag mit fyddr)

(1) Für den Plattformvertrag (z. B. Web-Abonnement über Stripe) besteht grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen. Für Sportangebotsverträge gelten die jeweiligen Bedingungen des Vertragspartners (bei Fremdangeboten: Anbieter; bei Eigenangeboten: fyddr) sowie die gesetzlichen Regeln.

(2) Bei In-App-Käufen können Widerruf/Erstattung prozessual über den Store abgewickelt werden; deine gesetzlichen Rechte bleiben unberührt.

8.1 Widerrufsbelehrung

Widerrufsrecht

Du hast das Recht, binnen vierzehn (14) Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.

Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn (14) Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses.

Um dein Widerrufsrecht auszuüben, musst du uns (fyddr AG, Ludwig-Ganghofer-Straße 46
82031 Grünwald
Deutschland, E-Mail: contact@fyddr.com) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder E-Mail) über deinen Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass du die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absendest.

Folgen des Widerrufs

Wenn du diesen Vertrag widerrufst, haben wir dir alle Zahlungen, die wir von dir erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn (14) Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über deinen Widerruf bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das du bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt hast, es sei denn, mit dir wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart.

Hast du verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so hast du uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem du uns von der Ausübung des Widerrufsrechts unterrichtest, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.



 

8.2 Muster-Widerrufsformular

Wenn du den Vertrag widerrufen willst, kannst du dafür z. B. das folgende Formular ausfüllen und an uns senden (nicht vorgeschrieben):

An: fyddr AG, Ludwig-Ganghofer-Straße 46
82031 Grünwald
Deutschland, E-Mail: contact@fyddr.com

Hiermit widerrufe ich den von mir abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung:

Bestellt am:

Name:

Anschrift:

Datum:

Die Elektronische Widerrufsfunktion (§ 356a BGB) ist unter 9.4 in der Datenschutzerklärung geregelt.

8.3 Erlöschen des Widerrufsrechts bei digitalen Inhalten

(1) Bei digitalen Inhalten, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden, erlischt dein Widerrufsrecht, wenn wir mit der Ausführung des Vertrags begonnen haben, nachdem du

·       a) ausdrücklich zugestimmt hast, dass wir vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung beginnen, und

·       b) deine Kenntnis davon bestätigt hast, dass du durch deine Zustimmung mit Beginn der Ausführung dein Widerrufsrecht verlierst.

(2) Entsprechende Hinweise/Bestätigungen erfolgen im Bestellprozess, soweit anwendbar.

9. Laufzeit, Kündigung, Sperrung

(1) Laufzeit: Sofern nicht im jeweiligen Tarif/Bestellprozess abweichend ausgewiesen, läuft eine Mitgliedschaft/ein Abonnement auf unbestimmte Zeit.

(2) Ordentliche Kündigung: Sofern nicht abweichend ausgewiesen, beträgt die Kündigungsfrist für den Plattformvertrag ein (1) Monat.

(3) Kündigung bei In-App-Abos: Abonnements, die du über Apple/Google abgeschlossen hast, musst du über die Store-Abonnementverwaltung kündigen. Es gelten die dortigen Fristen und Regeln.

(4) Außerordentliche Kündigung: Wir können den Plattformvertrag aus wichtigem Grund kündigen (z. B. Missbrauch, schwere Verstöße gegen diese AGB, Zahlungsverzug).

(5) Sperrung: Wir können den Zugang vorübergehend sperren, wenn dies zur Missbrauchsabwehr, IT-Sicherheit oder zur Klärung eines Verdachts erforderlich ist; wir berücksichtigen dabei deine berechtigten Interessen.

10. Community, Netiquette und Moderation

(1) Community-Funktionen (Profile, Gruppen, Beiträge, Chats) dürfen nur im Rahmen geltender Gesetze und dieser AGB genutzt werden. Du bist für deine Inhalte ("Nutzerinhalte") verantwortlich.

(2) Untersagt sind insbesondere Inhalte/Handlungen, die

·       rechtswidrig sind oder Rechte Dritter verletzen,
·       beleidigend, diskriminierend, bedrohend oder belästigend sind,
·       Spam, Betrug, Phishing oder Malware enthalten,
·       die Privatsphäre anderer verletzen (z. B. Veröffentlichung fremder Daten ohne Erlaubnis).

(3) Moderation: Wir dürfen Nutzerinhalte prüfen, sperren oder entfernen und Konten beschränken/sperren, wenn hinreichende Anhaltspunkte für Verstöße bestehen. Wir bemühen uns um ein faires Verfahren (z. B. Hinweis/Begründung), soweit rechtlich und technisch möglich.

(4) Meldungen: Rechtsverletzende Inhalte kannst du an contact@fyddr.com melden.

11. Support und Verfügbarkeit

(1) Support: Wir bieten Support über die in der Plattform angegebenen Kanäle (z. B. E-Mail). Es werden keine festen Reaktions- oder Lösungszeiten geschuldet, sofern nicht ausdrücklich zugesagt.

(2) Verfügbarkeit: Wir bemühen uns um eine branchenübliche Verfügbarkeit der Plattform. Wartungsfenster und Störungen können auftreten. Ein Anspruch auf eine bestimmte Verfügbarkeit besteht nur, soweit ausdrücklich vereinbart.

12. Haftung

(1) Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.

(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haften wir nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und beschränkt auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden.

(3) Für Fremdangebote haftet ausschließlich der jeweilige Anbieter im Rahmen des Sportangebotsvertrags. Wir haften nicht für Durchführung, Qualität, Sicherheit oder Verfügbarkeit von Fremdangeboten.

(4) Für Datenverluste haften wir nur, soweit der Schaden auch bei ordnungsgemäßer Datensicherung entstanden wäre.

13. Datenschutz

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten findest du in unserer Datenschutzerklärung unter https://fyddr.com/datenschutz.

14. Analyse- und Trackingtools

(1) Wir können zur Analyse der Nutzung und zur Verbesserung der Plattform optionale Analyse- und Trackingtools einsetzen. Die Aktivierung erfolgt – soweit gesetzlich erforderlich – nur nach deiner Einwilligung.

(2) Diese Funktionen sind für die Nutzung der wesentlichen Plattformfunktionen grundsätzlich nicht erforderlich. Deine Einwilligung ist freiwillig und kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden. Ein Widerruf führt grundsätzlich nicht zur Beendigung des Plattformvertrags.

(3) Details zu Art, Umfang, Zwecken, Empfängern, Speicherdauer sowie zu Einstell- und Widerrufsmöglichkeiten findest du in unserer Datenschutzerklärung unter https://fyddr.com/datenschutz.

15. Änderungen dieser AGB

(1) Wir können diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn sachliche Gründe (rechtliche, technische, wirtschaftliche) dies erfordern und die Änderungen zumutbar sind.

(2) Änderungen werden mindestens 6 Wochen vor Inkrafttreten in Textform angekündigt. Widersprichst du, können wir den Plattformvertrag zum Änderungszeitpunkt kündigen, sofern uns ein Festhalten am Vertrag unzumutbar ist.

16. Schlussbestimmungen

(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften deines Aufenthaltsstaates bleiben unberührt.

(2) Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung bereit. Wir sind nicht verpflichtet und nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.